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AceBeam H30

AceBeam H30

AceBeam H30

Der Erfahrungsbericht unseres Kunden, welcher die AceBeam H30 auf einer Tour durch die Falkensteiner Höhle eingesetzt hat.

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Höhlentour – Falkensteiner Höhle

Meine Frau hatte zum Geburtstag eine Klettertour durch die Falkensteiner Höhle geschenkt bekommen. Was bot sich im Hinblick auf die völlige Dunkelheit der Höhle da besser an, als die Tour dafür zu nutzen, eine Stirnlampe ausgiebig zu testen. Herr Stewitsch von Home of Flashlights stellte mir hierfür freundlicherweise die Acebeam H30 zur Verfügung.

Die Lampe kam einen Tag vor der Tour, also rasch ausgepackt, die Bedienungsanleitung kurz überflogen und zum Laden an den Strom gehangen. Die Ladebuchse verbirgt sich hinter dem rechten seitlichen Schraubdeckel, an den Akku kommt man über die linke Seite. Das Gewinde war passig und beide Schraubdeckel ließen sich leichtgängig auf- und zuschrauben.

Nach knapp zwei Stunden schimmerte die Ladeanzeige grün, sodass ich die Lampe und deren Bedienung erstmals durchtesten konnte. Die Bedienung ist in Summe größtenteils selbsterklärend und alle Betriebsmodi sind ohne Probleme über die beiden an der Oberseite befindlichen Bedienknöpfe zu erreichen. Die Knöpfe machen einen soliden Eindruck und verfügen über einen angenehmen Druckpunkt, sodass eine Fehlbedienung oder eine unbeabsichtigte Modusänderung auch in einer rauen Umgebung sehr unwahrscheinlich ist. Ein-/Ausschalten erfolgt stets über den roten Knopf, wobei ein Doppelklick den hellsten Modus und ein Dreifachklick das rote SOS-Signal aktiviert. Der schwarze Knopf auf der rechten Seite schaltet durch die Helligkeitsstufen, ein langer Druck schaltet in den Rot-/Grün-Modus. Ein wiederholter langer Druck schaltet zurück auf Weißlicht. Damit war meine „Einarbeitung“ in die Lampenbedienung beendet und ich machte mich daran die Lampe in der Halterung des Stirnbands zu installieren.

Hierbei habe ich gelernt, dass die beiden Gummihalterungen absolut passgenau für die beiden Vertiefungen links und rechts vom Emitter sind. Zum Einen gestaltete dies das Befestigen der Lampe etwas frickelig, weil die Gummiringe sich immer wieder verdrehten und es einige Zeit in Anspruch nahm, bis diese ordnungsgemäß saßen. Zum Anderen saßen die Gummibänder dann aber auch so passig an der Lampe, dass definitiv kein unbeabsichtigtes Verrutschen oder Verdrehen möglich war. Da die Lampe aber nicht täglich vom Stirnband entfernt und wieder befestigt werden muss, geht das so in Ordnung - der Vorteil des bombigen Sitzes auch bei fordernden Unternehmungen wiegt hier eindeutig mehr.

Am nächsten Morgen ging es früh los, da wir noch gut 1,5h Autofahrt vor uns hatten. Angekommen am Parkplatz bei der Höhle wurden wir freundlich empfangen und zogen unsere Neoprenanzüge an. Anschließend noch schnell die H30 auf dem Helm installiert und los ging die Tour. Nach 10min Fußmarsch standen wir am Höhleneingang, noch ein kurzer Lampencheck und ab ging’s in die Dunkelheit. Zu siebt gingen wir nacheinander den engen Gang in die Höhle hinein und mussten alsbald mehr gebückt oder kriechend oder auf allen Vieren uns meterweise in die Höhle vorkämpfen.

Ich probierte hierbei mehrmals die einzelnen Helligkeitsstufen der H30 aus, bin aber im Endeffekt beinahe auf der gesamten Tour bei der kleinsten Einstellung mit 120 Lumen Weißlicht geblieben. Zum einen war dies absolut ausreichend um unter Tage über ein angenehmes Maß an Helligkeit zu verfügen, zum anderen bin ich selbst mit dieser Helligkeitsstufe schon deutlich aus der Gruppe der 7 Höhlentourer herausgestochen. Diese hatten Stirnlampen des Touranbieters am Helm, welche offensichtlich eine Helligkeitsstufe unterhalb der 120 Lumen der H30 lieferten. Die H30 hat insofern schon in der kleinsten Stufe ordentlich Power, sodass je nach geplantem Anwendungsfall jeder für sich entscheiden muss, ob die Abstufung so passt oder eine noch kleinere Stufe für den Einstieg fehlt. Ich fands für unseren Zweck genau richtig, wobei ich auch Verständnis für eine zusätzliche 30-Lumen Stufe hätte.

Sehr positiv ist mir von Anfang an die Lichtfarbe und die Strahlcharakteristik aufgefallen. Die Lichtfarbe ist mit warmweiß angegeben und liegt nach meinem Verständnis nah am oberen Ende dessen was man noch unter warmweiß einordnen würde. Ich empfand die Lichtfarbe als sehr angenehm und habe wieder einmal festgestellt, dass gerade für Unternehmungen draußen in der Natur eine nicht allzu kalte Farbcharakteristik vorteilhaft ist. Ich war ebenso vom Abstrahlverhalten der Lampe angetan. Sie hat einen recht breiten Abstrahlwinkel, wobei der Übergang vom Spill zum etwas helleren Spot – soweit man diese Unterscheidung überhaupt treffen kann - so weich verläuft, dass sich eine homogene und für das Auge sehr angenehme Beleuchtung der gesamten Szenerie ergibt. Insofern musste ich nicht wie teilweise die anderen Teilnehmer mit ihren spotlastigen Stirnlampen immer wieder den Kopf in die entsprechende Richtung drehen, um dort Licht zu haben wo ich etwas anschauen wollte, sondern hatte ein breit ausgeleuchtetes Feld wo meine Augen frei umherwandern und die Höhle begutachten konnten.

Wir machten immer mal Halt um uns spezielle Gesteinsformationen oder andere Dinge anzuschauen und sollten die Lampen in diesen Fällen nach oben drehen um uns nicht gegenseitig zu blenden. Dadurch dass die Gummiringe die Lampe fest fixieren und man die Lampe nicht eben mal in der Vertikalen bewegen kann, musste ich die Lampe in diesen Situationen entweder ausschalten oder in den Firefly-Modus versetzen. Hier hätte ich mir eine Tastenkombination gewünscht, um aus egal welchem bisherigen Modus direkt in den Firefly zu wechseln. So war ich immer dabei, die Lampe durch Einfachklick auszuschalten und durch anschließenden langen Klick in den Firefly zu versetzen. Nichts dramatisches, aber ggf. eine Idee zur Weiterentwicklung, um sich den kurzen Moment völliger Dunkelheit beim Umschalten zu ersparen.

Die Höhlentour beinhaltete Abschnitte, wo man über wenige Meter tauchen musste. Wie zu erwarten war dies für die Lampe kein Problem. Ein Check des Gewindes und des Dichtungsringes brachte hier nichts Negatives hervor.

Spektakulär war indes der Test der Rotlicht-LED in einem etwas größeren Raum wo wir einen Zwischenstopp einlegten. Hier spielte die LED mit ihrem großen Abstrahlwinkel ihr Potenzial aus, Wände wie Decke schimmerten in einem angenehmen Rot und erzeugten eine nochmal ganz andere Sinneswahrnehmung der Umgebung. Hierfür reichte die Leistung der roten LED locker aus.

Ebenso beeindruckend war es, an Stellen mit einer großen Deckenhöhe kurzzeitig auch einfach mal Gas zu geben und den maximalen Turbo-Modus einzuschalten. Was hier aus dieser kompakten Lampe herauskam, war schon mehr als beeindruckend und gewährte auch in die entlegensten Ecken und Gänge die wir nicht durchliefen einen guten Einblick.

Wir waren in Summe 4 Stunden in der dunklen und rauen Höhlenwelt unterwegs und als Fazit der Tour kann ich nur sagen: Geile Tour, geile Lampe, zwei Daumen hoch.

Und die H30 bleibt natürlich bei mir :-)

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